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Viele Konzepte fordern für das Klassenmusizieren einen Keyboardraum: Neben der Verbindung von Theorie und Praxis besteht ein Hauptvorteil darin, dass das gemeinsame Musizieren von Instrumentalisten und
Nicht-Instrumentalisten im Klassenorchester erheblich erleichtert wird, dass das Üben mit Kopfhörern den Unterricht erheblich entlastet usw. Deshalb gibt es auch an immer mehr Schulen einen solchen Raum, aber viele
Fachkonferenzen stehen dabei auch vor Problemen, wie die Erfahrungen der Teilnehmer/innen an unseren Fortbildungen zeigen:
- Vielleicht gibt es, wenn überhaupt, an der Schule nur einen Musikraum, dessen Flexibilität man nicht durch fest installierte Keyboards dominieren möchte?
- Keyboards, die immer zugänglich sind, sind anfälliger für Störungen, etwa im Bereich der Kabelverbindungen, ja werden teilweise sogar mutwillig beschädigt.
- Und die Keyboards in einem Schrank zu lagern und jede Stunde neu aufzubauen? Das bekommt den Instrumenten auf Dauer ebenfalls nicht gut, mal ganz abgesehen von dem Aufwand, der damit für alle verbunden ist.
Eine Lösung, die diese Probleme vermindert, habe ich an der Wartburg Hauptschule in Münster bei dem Musikkollegen Georg Höing gefunden:
Die Untergestelle für die Tische wurden von einer Schlosserei angefertigt und das Holz wurde
zugeschnitten gekauft. Dabei betrugen die Materialkosten (im Jahre 2002) etwa 2500 €. Die Tische wurden dann von einer Technik AG an der Schule fertig montiert.
An meiner Schule, dem Geschwister-Scholl-Gymnasium in Velbert, haben wir uns von diesem Konzept anregen lassen und es für unsere Zwecke modifiziert (eine Darstellung unseres
Konzeptes finden Sie in einem Flyer, den Sie hier herunterladen können):
- Zunächst haben wir das Projekt dem Förderverein mit einer Powerpoint-Präsentation vorgestellt. (Ich habe die schul- und gerätespezifischen Inhalte weggelassen und stelle diese Version hier zum Download zur Verfügung: Wenn Sie möchten können Sie sie für Ihre Zwecke modifizieren,
vielleicht erspart es Ihnen ja ein wenig Arbeit bei der Beantragung.) Außerdem haben wir das Klassenmusikervideo (siehe links in der Navigation) vorgeführt. All dies führte zur Befürwortung
unseres Antrages und vor allem auch dazu, dass Eltern Kontakt mit einem Baumarkt und einer Schreinerei aufnahmen, die uns die Tische komplett fertig stellten. (Mein wichtigster Tipp:
Begeistern Sie die Eltern und lassen Sie sich von ihnen helfen, Eltern haben bei Firmen ganz andere Möglichkeiten als Lehrer.)
- Nach langem Suchen habe ich für dieses Keyboardkonzept mit dem Roland E-09 ein Instrument
gefunden, das den Unterricht erheblich vereinfacht: Es hat wirklich gute Klänge und es verfügt über eine Lautstärke, die in unserer Aula für Aufführungen mit dem Klassenorchester ausreicht: wir
müssen dann nur noch ein oder zwei Solo-Keyboards separat verstärken. Außerdem hat es zwei Kopfhörerausgänge (!), so dass zwei Schüler ohne weitere Zusatzgeräte-/stecker usw. ganz
unkompliziert mit den Kopfhörern an einem Instrument spielen können. Die Kopfhörerbuchsen befinden sich vorteilhafterweise an der Frontseite, was eine problemlose Handhabung ermöglicht.
- Der Schreinerei haben wir ein Originalkeyboard sowie einige Fotos und Skizzen zur Verfügung
gestellt, so dass maßgerecht ein Prototyp angefertigt werden konnte, den wir dann auf dem LKW der Schreinerei zum ersten Mal begutachten und modifizieren konnten:
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- Und so sah der Musikraum aus, nachdem die Tische geliefert worden waren:

- Wie man sieht, haben die Tische im hinteren Bereich einen großzügig bemessenen Kabelkanal, der die Netzteile, Mehrfachsteckdosen usw. aufnehmen kann. Was auf diesem Bild noch fehlt, ist
die Stromversorgung, die uns von der Schulverwaltung (mit zentraler Abschaltung) spendiert wurde - und zwar mit in den Fußboden eingelassenen Steckdosen, da der Raum unterkellert ist.
Alternativ wären auch Steckdosenleisten an der Wand bzw. sog. Hängeampeln möglich gewesen.
- Und so sieht der fertige Musikraum aus, wenn die Tische geöffnet sind:
- Da die alten Stühle erneuert werden mussten, haben wir uns für höhenverstellbare Stühle entschieden, die in der Anschaffung nicht teurer waren als normale Schulstühle. So können
Schüler/innen der Klassen 5 und 13 gleichermaßen bequem an den Keyboards sitzen.
- Wenn Sie sich für weitere Details interessieren, können wir gerne einen Termin in Velbert vereinbaren, an dem Sie sich den Musikraum anschauen können.
- Eine gute Ergänzung für unsere Arbeit im Keyboardraum stellt das Grundwissen Musik dar, das das binnendifferenzierte Arbeiten erleichtert: weitere Informationen hier!
- Übrigens: Auf dem Foto im Hintergrund sehen Sie eine Keyboardtastatur, und ich möchte mich auch hier noch einmal bei der Firma www.rolandmusik.de/ bedanken, die uns dieses Plakat zur
Verfügung gestellt hat:
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Weitere Informationen zur allgemeinen Einrichtung eines Musikraumes finden Sie hier:
http://www.seminare-bw.de/servlet/PB/
-s/11z56gmacue1y1wvs2zvvtzhkc4ln2f0/menu/1212689/index.html
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